Warhammer 40k: Mechanicus – Im Namen des Omnissiah

Unser Partner Baertendo hat für uns Warhammer 40.000: Mechanicus gestestet. Was er vom Strategiespiel aus dem Hause Kasedo Games hält, könnt ihr seiner Review entnehmen.

Warhammer. Eine Marke wie sie düsterer kaum sein könnte. Mit Warhammer 40K: Mechancius ist ein neuer Ableger am 15.11.2018 auf Steam erschienen. Warhammer ist ein gewaltiges Franchise, dessen Lizenz schon das ein oder andere Mal bedauerlicherweise ziemlich verheizt wurde.

Umso kritischer liegen also die Augen der Fans auf diesem Release. Was steckt hinter Mechanicus? Ist es ein würdiges Spiel für diese gewaltige Marke? Um herauszufinden was Bulwark Studios dort unter dem Banner von Kasedo Games geschmiedet haben, bedarf es eines echten Profis. Und weil der leider keine Zeit hatte, bin ich jetzt hier!

Mechanicus? What?

Fangen wir mit einem wichtigen Fakt zu diesem Spiel an. Im Fokus des Spiels stehen nicht etwa wie so oft die Space Marines des Imperiums, sondern die Streitkräfte des Adeptus Mechanicus.

Der Adeptus Mechanicus ist eine der größten und mächtigsten Organisationen des Imperiums. Es ist die Kirche des Maschinengottes und gleichzeitig Monopolhalter auf Forschung und Entwicklung von Waffen- und Hochtechnologie. Der Adeptus Mechanicus ist der einzige Anbieter von Technologie im Imperium und die Produktion, sowie die Erschaffung wird von ihnen mit strengen Augen überwacht.

Im Laufe der letzten Jahre hat Games Workshop den Hintergrund des Adeptus Mechanicus immer weiter ausgebaut und dem Orden sogar eigene Miniaturen spendiert. Dieses Spiel ist das erste, welches sich ausgiebig mit dem Orden beschäftigt.

Für mehr Informationen über den Adeptus Mechanicus kann ich allen interessierten nur das Lexicanum ans Herz legen.

Zur Story von Mechanicus: Wir schlüpfen in die Rolle des Magos Dominus Faustinius und erforschen den entdeckten Planeten Silva Tenebris. Von dort empfangen wir seltsamen Übertragungen und Signale, die auf fremde Technologie hindeuten. Und mit dem Anflug auf diese Welt beginnt das Abenteuer.

Mechanicus1

Let’s get started

Gleich vorweg: Mechanicus ist ein langsames Spiel, das uns mit viel Story und Dialogen durch das Spiel führt und sich vor allem darum bemüht Atmosphäre aufzubauen. Ihr müsst also immer eine Weile warten, bevor ihr euch in die Action stürzen könnt. Ausgangspunkt des Spiels ist immer wieder das Schiff von Magos Dominus Faustinius, welches sich im Orbit um Silva Tenebris befindet. Dieses Schiff, genauer gesagt die Brücke, dient uns als Hub zu den unterschiedlichen Missionen, Tech-Bäumen und Ausrüstungsmenüs.

MechanicusHub

Grundlegend kann man sich Mechanicus eher wie ein Abenteuerbuch vorstellen, das durch die Kämpfe nur verfeinert wird. Über das Hologramm in der Mitte der Brücke verfolgt Faustinus die Bewegung seiner Truppe auf der Oberfläche des Planeten bzw. im inneren des Planeten.

Dabei geht ihr von Raum zu Raum und triggert in so gut wie jedem Raum kleine Ereignisse oder Dialoge die eine Entscheidung von euch verlangen. Diese Entscheidungen haben direkte Auswirkungen aufs Spiel, zum Beispiel kann es sein das plötzlich Feinde auftauchen, ihr Ressourcen bekommt oder die Sicherheitsanlage der unterirdischen Anlage schneller in Gang setzt.

Trotz dem Wirrwarr der Gänge ist euer Ziel normalerweise ab Start sofort klar. Es ist euch überlassen, ob ihr auf dem Weg dorthin Abzweigungen nehmt und direkt zum Ende hechtet. Aber eins ist sicher: Es ist immer ein Spiel gegen die Uhr.

MechanicusOverland

Im Rennen gegen die Zeit: Um das System ganz zu verstehen, muss ich für die Story etwas mehr ausholen, aber keine Angst – Spoiler müsst ihr nicht fürchten. Warhammer-Kenner verstehen sowieso von Beginn an worum es und alle anderen verstehen es nach den ersten 10 Minuten des Spiels.

In Mechanicus kämpfen wir gegen die Necrons. Die Necrons sind eine Rasse seelenloser Maschinenwesen. Die Necrons haben vor knapp 60 Millionen Jahren ihr Unwesen im Universum getrieben und haben lange in sogenannten Statisgrüften geschlafen. Die Necrons erwachen seit einer geraumer Zeit überall im Universum, allerdings nicht alle gleichzeitig, sondern vollkommen asynchron.

Silva Tenebris ist eine Gruftwelt, ein Planet in dessen inneren unzählige Necrons schlafen. Unser Ziel ist die Vernichtung dieser Gruftwelt und dabei so viel Informationen und Technologien zu bergen wie möglich, während die Necrons noch nicht vollständig erwacht sind. Und genau hier setzt die grundlegende Mechanik ein: Während des gesamten Spiels begleitet euch eine Prozent-Anzeige.

Diese Anzeige zeigt euch den aktuellen Status der Gruftwelt an, wenn sie 100% zeigt, sind alle Necrons der Gruftwelt erwacht und ihr habt ganz schön Ärger am Hals. Jede Mission, nein sogar jeder Move innerhalb einer Mission lässt den Wert weiter ansteigen. Durch Zufallsereignisse die nicht zu euren Gunsten ausgehen, Umwege innerhalb der Mission, jede Kampfrunde – das alles lässt nach und nach immer mehr Necrons erwachen.

Für jede Mission bedeutet das: Je länger ihr benötigt und je mehr Umwege ihr macht ,je schwieriger wird die Mission für euch, aber oft lohnen sich die Umwege für wertvolle Resourcen. Ihr seht: euch sitzt die Zeit im Nacken.

Rundenstrategie, my old friend!

Innerhalb eurer Erkundungen wird es immer mal wieder zu Kampf kommen. In diesem Fall schickt ihr eure Tech Priests mit einigen Hilfseinheiten aufs Schlachtfeld. Mechanicus belohnt hierbei vor allem den klugen Strategen, der wichtige Punkte auf der Karte sichert und seine Züge gut überlegt – immerhin lassen sich so relativ lange Comboketten erzeugen in dem ihr die unterschiedlichen Gadgets eurer Priests nutzt.

Mechanicus orientiert sich hierbei natürlich an seinem großen Bruder dem Tabletop und bringt Werte wie Initiative und ähnliches ins Spiel.

MEchanicusKampf

Damit die Lutzie aber auch so richtig abgehen kann, braucht es erst einmal gute Ausrüstung für euren Priest. Innerhalb der Missionen könnt ihr immer wieder Blackstone bekommen. Dies ist eine Resource die euch das Aufrüsten eurer Priests ermöglicht.

Dazu kauft ihr euch Vorteile in diversen Techbäumen, so steht es euch vollkommen frei in welche Richtung ihr die einzelnen Priests spezialisieren wollt. Jedes Upgrade schaltet dazu noch weitere Slots für Ausrüstung frei die ihr im Kampf benutzen könnt. Damit euch nicht langweilig wird, geben euch die einzelnen Mitglieder eures Schiffes immer wieder verschiedene Missionen mit denen ihr Ausrüstungsgegenstände und Unterstützungsgruppen freischalten könnt.

MechanicusSupport MechanicusGear MechanicusTech

Das Spiel lässt euch vollkommen freie Hand beim Zusammenstellen eurer Ausrüstung für die Priester. Fernkampf, Nahkampf, Heilen oder einfach alles? Der Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt und der Spieler darf sich sogar im Farbschema seiner Truppe frei ausleben.

Baertendos Fazit

Adeptus Mechanicus ist ein Spiel, das der Marke Warhammer Ehre macht. Es ist kein Spiel für die schnelle Action, es ist das Erleben einer Geschichte. So kommen Leute, die einfach nur eine schnelle Ballerei suchen, eher weniger auf ihre Kosten.

Wer sich jedoch auf dieses Spiel einlässt, erlebt das Warhammer Universum von einer intensiven Seite. Atmosphärisch unglaublich dicht vermag Mechanicus den Spieler einzufangen und tief hinab in die Gruftwelt zu ziehen, auf der wir uns befinden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und verfügen über mehr Tiefgang und Persönlichkeit als man in so manchen AAA-Titel findet.

Wenn du dich also in eine düstere Welt entführen lassen willst, bist du bei Warhammer 40k: Adeptus Mechanicus absolut richtig.

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